Die Stadt Köln veräppelt und verhöhnt Unternehmen, die Veranstaltungen (und damit viel Kaufkraft) und diese Stadt bringen. Jetzt bringt sie das Faß zum Überlaufen und die einzige Empfehlung an Unternehmen kann nur sein: Konferenzen, Meetings und andere Veranstaltungen lieber im benachbarten Düsseldorf oder Bonn abhalten: das spart Geld (mind. 5%) und viel Ärger.

Die Kulturförderabgabe (Bettensteuer) der Stadt Köln

Ursprünglich war geplant, für jede Übernachtung in Köln eine zusätzliche Steuer von 5% auf den Hotelpreis zu erheben. Schnell wurde klar, dass das juristisch für beruflich bedingte Übernachtungen so nicht geht. Nach längeren juristischen Prozessen stellt in 2014 das Bundesverfassungsgericht endgültig klar: so eine Bettensteuer geht nur für Privataufenthalte in Köln.

Jetzt wurde von Köln zum 1. Dezember 2014 die Kulturförderabgabe alias Bettensteuer aber wieder eingeführt. Offiziell gilt sie nur für Privataufenthalte. Aber statt bei beruflichen Aufenthalten einfach auf die Abgabe zu verzichten, wurde für Unternehmen eine riesig bürokratische Hürde eingebaut, um die erstmal im Hotel zu zahlende Abgabe wieder zurück erstattet zu bekommen. So entstehen Unternehmen zwangsweise Kosten: entweder sie zahlen (quasi freiwillig) die 5% oder Sie haben Personalkosten in mindestens der gleichen Höhe für den bürokratischen Aufwand der Rückerstattung.

Das unverschämte Vorgehen der Stadt Köln zur Kulturförderabgabe

Die Bürokratie ist das eine. Der unverschämte Umgang mit Unternehmen und beruflichen Besuchern der Domstadt ist etwas anderes.

Nachdem klar geworden war, dass die erste Version der Bettensteuer juristisch problematisch ist für berufliche Hotelübernachtungen, konnte man in diesen Fällen ein Antragsformular ausfüllen für eine Rückerstattung. Dieses Formular sollte an die Stadt Köln geschickt werden.

Aber im Herbst 2014 teilte die Stadt Köln den Antragstellern (der Autor dieses Artikels hat dieses Schreiben auch bekommen) mit, dass man für die Rückerstattungsanträge der letzten Jahre nicht mehr zuständig sei. Und kurz danach (ab 01.12.2014) wird erneut ein – noch aufwändigeres – Antragsverfahren für Rückerstattungsantrage eingeführt.

Konsequenz für Unternehmer: keine Veranstaltungen mehr in Köln

In der Konsequenz heißt das: als Unternehmen macht man am besten keinerlei Veranstaltungen mehr in Köln. Egal ob Konferenz, Seminar, Meeting oder anderes – man muss derzeit (Stand Anfang Dezember 2014) die 5%-Abgabe auch als beruflich Reisender im Hotel abführen, bekommt einen Antrag und benötigt zusätzlich ein extra Schreiben des Unternehmens, dass den beruflichen Aufenthalt auf Briefpapier des Unternehmens (mit genauen Angaben von Datum, etc.) bestätigt. All das ist dann wieder an die Stadt zu schicken.

Rein theoretisch und juristisch gibt es also keine Abgabe für berufliche Aufenthalte. In der Praxis akzeptiert man aber entweder die gezahlten 5% oder man hat riesige Arbeitszeitkosten für die Antragsstellung der Rückerstattung (die Kosten liegen damit schnell über diesen 5%). Dazu kommt aber noch mehr: verärgerte Veranstaltungsteilnehmer, Geschäftspartner, etc. – also negative Imagefaktoren für Unternehmen, die in Köln Veranstaltungen durchführen.

Kulturförderabgabe vergrault Veranstalter aus Köln

Ich empfehle daher allen Unternehmen: Veranstaltungen in Köln führen nur zu riesigen Zusatzkosten und Verärgerungen. Gerade Seminarveranstalter (für die ich als Seminarleiter viel tätig bin) bekommen mit dem Veranstaltungsort Köln ein negative Image, weil die Teilnehmer sich dort nur ärgern im Hotel.

Einzig sinnvoll Empfehlung: keine unternehmerischen Veranstaltungen mehr in Köln. Keine Konferenzen, kein Seminare. Wenn es schon in der Region sein muss am besten auf Düsseldorf oder andere Ort in der Nähe ausweichen.

Gleiches gilt für Messeübernachtungen in Köln: lieber in Düsseldorf, Bonn oder anderen Orten buchen. Selbst wenn es dort etwas teurer ist: am Ende ist es effizienter und günstiger, als in Köln.

Schade, wenn eine Stadt auf eine solche Weise viel Kaufkraft aus der Stadt weg hält.